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Stimmen vom Feld: Mulini di Segalari

Stimmen vom Feld: Mulini di Segalari

Präzisionslandwirtschaft und Drohnen: die Erfahrung des Weinguts Mulini di Segalari in Bolgheri

Das Unternehmen

Das Weingut Mulini di Segalari wurde 2002 aus der gemeinsamen Leidenschaft für den Weinbau von Marina Tinacci Mannelli, Architektin, und ihrem Ehemann, dem Önologen Emilio Monechi, gegründet.

Das Gut liegt in Castagneto Carducci (LI), wenige Kilometer vom Zentrum Bolgheris entfernt. Es ist ein unberührter, wilder Ort, geprägt von Wäldern und einem Bach, der durch das Anwesen fließt.

Die roten Rebsorten des Weinguts sind Klassiker der DOC Bolgheri: größtenteils Cabernet Sauvignon und Merlot, dazu Petit Verdot und Syrah sowie Sangiovese, Ciliegiolo und Pugnitello. Die weißen Rebsorten sind Vermentino, Manzoni Bianco und Viognier.

Das Weingut ist seiner Verbundenheit mit der Natur stets treu geblieben: Es wird seit 2017 biodynamisch und seit seiner Gründung biologisch bewirtschaftet und nutzt im Laufe der Jahre die Vorteile, die die Technologie auch kleinen Unternehmen bieten kann.

1. Wie haben Sie Agrobit entdeckt?

Ich habe Niccolò (COO) und Simone (CEO/CTO) auf einer Tagung an der Universität Pisa kennengelernt, wo sie einen Vortrag hielten. Nachdem ich verstanden hatte, was sie tun, wurde ich neugierig. Nach ihrem Vortrag habe ich sie kontaktiert und einen Termin auf dem Weingut vereinbart, um zu sehen, ob eine Zusammenarbeit möglich wäre.

2. Welche Bedürfnisse hatten Sie, bevor Sie Agrobit kennenlernten, und welche Dienstleistungen haben Sie gewählt?

Mein Anliegen war es, einen Gesamtüberblick über unsere Weinberge zu bekommen – tiefer und alternativer als die Einzelsicht, die man bei Analysen vom Boden aus erhält. Die Idee der Drohne gefiel mir, weil sie eine neue Perspektive bot und es uns ermöglichen würde, unsere Weinberge anhand einer Vitalitätskarte zu bewerten, um die unterschiedliche Fruchtbarkeit der Reben zu verstehen.

3. Welche Erwartungen hatten Sie zu Beginn?

Meine Idee war es, den Zusammenhang zwischen der höheren Vitalität einer Pflanze und ihrer größeren Traubenfülle im Vergleich zu Zonen mit geringer Vitalität und somit weniger Trauben zu überprüfen. Ziel war es, jedes Jahr eine selektive Traubenlese durchzuführen.

4. Welche Vorteile haben Sie durch die Nutzung der Dienstleistungen von Agrobit erzielt?

Was uns an der Drohne am meisten interessierte, war die Vegetationskontrolle, klar mit dem Ziel, die Lese zu optimieren. Bisher haben wir mit Agrobit vor allem diesen Aspekt entwickelt, denn die Lese nach den verschiedenen Vitalitätszonen führt dazu, dass wir bereits zum Zeitpunkt der Lese eine unterschiedliche Weinqualität erzielen, die auf objektiven statt subjektiven Parametern beruht.

5. Sind Sie zufrieden damit, wie unser Team Ihre Anfragen bearbeitet hat?

Ich bin absolut zufrieden und sehr daran interessiert, die Zusammenarbeit immer weiter auszubauen. Auch wenn wir ein kleines Unternehmen mit gewissen Grenzen sind, sind wir durchaus auch für Experimente offen. Wir sind zum Beispiel derzeit am Projekt iVine beteiligt (Programm zur Entwicklung des ländlichen Raums der Region Toskana – Teilmaßnahme 16.2), bei dem Agrobit selbst federführend ist und wir den Einsatz der variablen Ausbringmenge anstreben, um die Pflanzenschutzbehandlungen je nach der höheren oder geringeren Vitalität der Pflanzen zu steuern.

6. Was würden Sie aufgrund Ihrer persönlichen Erfahrung jemandem raten, der die Nutzung unserer Dienstleistungen in Erwägung zieht?

Aus meiner Erfahrung kann ich sagen, dass der Einsatz von Drohnen und die Unterstützung und Zusammenarbeit mit Agrobit absolut viel zugänglicher, praktischer und einfacher sind, als sich ein Landwirt vorstellen mag. Die Drohne ist ein Mittel, um fundierte, datenbasierte agronomische Entscheidungen objektiv zu treffen, aber generell ist auch die Nutzung des Smartphones (Anm. d. Red.: siehe die App iAgro) eine viel praktischere, unmittelbarere und zugänglichere Lösung, als man sich das gemeinhin in Bezug auf Kosten und Zeitaufwand vorstellt.

7. Welche Tipps oder Ratschläge hätten Sie für alle, die aus den von Ihnen genutzten Agrobit-Diensten das Beste herausholen möchten?

Ich würde vorschlagen, sich zu öffnen, Neues auszuprobieren, Vorführungen und Angebote für einen ersten Ansatz anzufragen, um zu verstehen, wie diese Art von Technologie wirklich wirksam helfen kann – nicht nur zum Zeitpunkt der Lese im Fall des Weinbaus, sondern auch zu anderen Zeitpunkten und bei anderen Kulturen, etwa bei der Bewässerung, der Düngung, den Behandlungen usw. Ich bin sicher, dass Unternehmen weniger zurückhaltend und etwas mutiger sein sollten.

8. Welche zukünftigen Entwicklungen sind für Mulini di Segalari geplant?

Wir wenden bereits Methoden der Präzisionsweinwirtschaft an, aber bald möchte ich dieselben Techniken auch auf den Olivenanbau anwenden, der eine weitere unserer Nebenproduktionen ist. Demnächst werde ich mich an Agrobit wenden, um gemeinsam zu prüfen, wie wir dieses neue Kapitel eröffnen können.

Sehen Sie sich das ausführliche Videointerview unter folgendem Link an!

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